Hundekekse selber machen: 4 einfache Rezepte
Ob als kleine Belohnung zwischendurch, im Training oder als besondere Überraschung zu Weihnachten: warum die Hundekekse nicht selber machen und deinem Hund etwas Gutes tun – ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn selbstgemachte, gesunde Hundeleckerli schonen nicht nur den Geldbeutel, weil du die meisten Zutaten ohnehin zuhause hast und sie leicht zu Keksen verarbeiten sind. Du kannst auch ganz genau die Zutaten wählen, die in die ganzheitliche Ernährung deines Hundes passen, was besonders bei allergischen oder Diabetiker-Hunden von hoher Wichtigkeit ist.

Wir zeigen dir, worauf du beim Backen achten solltest, welche Zutaten sich für gesunde Hundeleckerlis eignen und wie du mit wenigen Handgriffen vier leckere Hundekeks-Rezepte zauberst. Perfekt für die Weihnachtszeit und natürlich auch für den Rest des Jahres!
Gesunde Hundekekse selber machen: Worauf solltest du achten?
Nicht alles, was schmeckt, ist automatisch gesund. Daher solltest du nicht nur bei selbstgemachten, sondern eben auch bei gekauften Hundeleckerli genauer auf die Zutatenliste schauen:
- Natürliche Zutaten ohne Geschmacksverstärker, Aromastoffe oder Farbstoffe, dazu gehören unverarbeitetes, ungewürztes Fleisch, Fisch und Innereien.
- Keine „tierischen Nebenerzeugnisse“. Bei dieser Deklaration handelt es sich um den minderwertigen Rest der Verarbeitung. Achte also bei deinen gewählten Zutaten auf Qualität.
- Verzichte auf Zucker. Insbesondere industrieller Haushaltszucker ist für Hunde unnötig und führt schnell zu Übergewicht, Diabetes und Karies. Wenn es süß sein soll, verarbeite lieber Obst in deinen Hundekeksen.
- Getreide in Maßen verwenden. Getreide liefert dem Hund nicht direkt Energie, ist aber für eine aktive Darmmotorik und die Nährstoffzufuhr der Darmbakterien nützlich. Haferflocken, Haferkleie und Vollkornmehl sorgen zudem für die richtige Konsistenz der Hundekekse.
- Feste, knackige Konsistenz. Hundekekse müssen gut durchgebacken und durchgetrocknet sein. Sie dürfen nicht klebrig sein, da sonst Rest in den Zahnzwischenräumen kleben bleiben und somit Zahnprobleme fördern könnten.
- Hochwertige Fette wie Olivenöl verwenden. Vermeide ungesunde Fette ohne essentielle Fettsäuren, die nur eine versteckte Kalorienquelle darstellen und damit zu Übergewicht führen könnten.
So lecker und gesund die selbstgemachten Hundekekse auch sein mögen: Sie sind eine Ergänzung zum normalen Hundefutter und sollten keine vollwertige Mahlzeit ersetzen. Behalte die Gesamtfuttermenge deines Hundes im Blick, denn Leckerlis sollten maximal 10 % der täglichen Kalorienaufnahme deines Hundes ausmachen.
Welche Zutaten eignen sich für selbstgebackene Hundekekse?
Es braucht keine ausgefallene Zutaten für deine selbstgebackenen Hundekekse, die meisten Zutaten hast du wahrscheinlich ohnehin bereits im Vorratsschrank. Für selbstgemachte Hundeleckerli eignen sich:
- Haferflocken und Haferkleie
- Vollkornmehl
- Fleisch und Fisch wie Thunfisch, Rindfleisch, Rinderhack, Geflügel
- Leberwurst, wenig bis ungewürzt
- Bananen
- Karotten
- Spinat
- Eier
- hochwertige Öle wie Olivenöl
- Frischkäse, Quark und griechischer Joghurt
Der größte Vorteil: Selbstgebackene Hundeleckerlis lassen sich an die individuellen Ernährungsbedürfnisse deines Hundes anpassen. Verträgt dein Vierbeiner eine bestimmte Zutat nicht, kannst du diese gezielt weglassen oder durch geeignete Alternativen ersetzen. Bei Erkrankungen wie Diabetes solltest du die Zutaten und Portionsgrößen allerdings vorher mit deinem Tierarzt abstimmen.
Apropos Größe: Auch die Größe der Leckerlis kannst du bei selbstgebackenen Hundekeksen beeinflussen. Gestalte die Leckerligröße so, dass sie zur Größe deines Hundes am besten passt und er sie einfach fressen kann.
Gehört in kein Hundeleckerli: Zutaten, die für Hunde ungesund bis giftig sind:
- Schokolade
- Milch
- Süßstoff Xylit
- Rosinen und Weintrauben
- Avocado und Steinobst (scharfkantige Obstkerne)
- Macadamia- und Walnüsse
- Zwiebeln
- Knoblauch
- Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen und Kartoffeln
4 einfache Rezepte für selbstgebackene Hundekekse
An die Schüsseln, fertig, backt! Mit unseren vier Rezepten gelingen dir selbstgemachte Hundeleckerlis auch ohne große Backerfahrung. Ob herzhaft mit Thunfisch und Käse oder fruchtig mit Banane – hier ist für viele Hundegeschmäcker etwas dabei.
Thunfisch-Kugeln für Hunde | Knusprige Käse-Bissen für Hunde |
|---|---|
| 2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft | 100 g Parmesan gerieben |
| 2 Eier | 2 EL Petersilie |
| 50 g Vollkorn- oder Karoffelmehl, alternativ auch Haferflocken | 3 Eier |
| Kokosöl nach Belieben | 3 EL Karoffelmehl oder alternativ Speisestärke |
| 30 g geschrotete Leinsamen |
Zubereitung:
1. Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor
2. Vermenge alle Zutaten miteinander und püriere sie zu einem einheitlichen Brei.
3. Streiche die Masse gleichmäßig in eine Backmatte für Hundeleckerli
4. Backe die Hundekekse ca. 25 Minuten, bis sie durchgebacken sind
5. Lass die Leckerlis vollständig auskühlen und bei Bedarf nachtrocknen.
Leberwurst-Taler mit Haferflocken
– 125 g Leberwurst
– 250 g Haferflocken, alternativ Vollkorn-Dinkelmehl
– 1 Ei
– 150 g Hüttenkäse
– ca. 3 EL Olivenöl, je nach Fettgehalt der Leberwurst
Zubereitung:
1. Heize den Backofen auf 180°C Umluft vor.
2. Alle Zutaten gut miteinander vermengen und dünn ausrollen
3. Mit einem kleinen Glas die Taler ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech auslegen.
4. Für ca. 20 Minuten backen und anschließend vollständig auskühlen lassen

Weihnachtliche Hundekekse mit Banane und Erdnusmus
– 2 Bananen
– 16 EL Haferflocken
– 4 EL ungesüßtes Erdnussmus ohne Zusätze
– etwas Dinkel-Vollkornmehl für die Konsistenz
Zubereitung:
1. Schäle die Bananen, zerdrücke sie mit einer Gabel zu Brei.
2. Mische Haferflocken und Erdnussmus unter und füge so viel Mehl hinzu, bis es eine plätzchenartige Konsistenz erhält.
3. Nach 20 minütiger Ruhezeit kannst du den Teig ausrollen und ausstechen.
4. Bei 150°C geht es für 30 Minuten auf die mittlerweile Schiene in den Backofen.
5. Lass die Plätzchen danach gut auskühlen, bevor dein Hund die Plätzchen-Saison eröffnet.

Wie lange sind selbstgebackene Hundekekse haltbar?
Bei korrekter Lagerung sind selbstgemachte Hundeleckerli 3 bis 4 Wochen haltbar. Achte darauf, dass du sie trocken und lichtgeschützt aufbewahrst, am besten in einer Blechdose; Plastik hingegen ist luftdicht und damit für die Lagerung von Hundekeksen ungeeignet. Zudem sollten die Hundekekse zuvor komplett durchgetrocknet, ausgekühlt und hart sein, damit kein Schwitzwasser entsteht.
Mit der Lagerung im Kühlschrank kannst du die Haltbarkeit auch verlängern.
Und für alle, die ihren eigenen Backkünsten nicht so vertrauen: In unserem Online-Shop findest du eine große Auswahl an Hundeleckerli – vom knackigen Lamm-Cracker bis zu weichen Fleischwürfeln ist alles dabei:

