Welches Hundespielzeug ist das beste für meinen Hund?

Das beste Hundespielzeug hängt von Alter, Größe, Kaustärke und Spielverhalten deines Hundes ab. Für apportierfreudige Hunde eignen sich passende Spielbälle, für Hunde mit starkem Kaubedürfnis nachgiebige, robuste Kauspielzeuge. Schnüffelspielzeug fördert die geistige Beschäftigung, während Zerrspielzeug das gemeinsame Spiel unterstützt. Entscheidend sind die richtige Größe, ein geeignetes Material und eine sichere Verarbeitung.

Kein Hundespielzeug der Welt ersetzt das Spiel mit Artgenossen. Dennoch kann Hundespielzeug eine große Bereicherung im Leben eines Hundes darstellen. Es kann nicht nur die Gassirunde aufpeppen, sondern auch den natürlichen Spieltrieb fördern, das Kaubedürfnis stillen und den Hund sowohl geistig als auch körperlich herausfordern.

Doch nicht jedes Spielzeug ist auch für jeden Hund geeignet. Bei der Auswahl des richtigen Hundespielzeugs solltest du Größe, Alter und die Vorlieben deines Hundes mit dem Hundespielzeug abstimmen. Wir erklären dir, welches Hundespielzeug sich für welchen Hund eignet, wie du für mehr Abwechslung im Hundealltag sorgst und worauf du bei der Sicherheit achten solltest.

Hund mit Hundespielzeug

Wie kann ich meinen Hund im Alltag sinnvoll beschäftigen?

Abwechslungsreiche Spaziergänge, gemeinsame Spiele, neue Tricks und kleine Denkaufgaben sorgen dafür, dass dein Hund körperlich und geistig ausgelastet wird. Welche Beschäftigung ihm am meisten Spaß macht, hängt von seiner Rasse, seinem Alter, seinem Temperament und seinen persönlichen Vorlieben ab.

Hunde haben von Natur aus einen Spieltrieb, der sich jedoch unterschiedlich stark bemerkbar macht. Während manche Hunde begeistert jedem Ball hinterherjagen, lassen sich andere lieber auf ausgiebige Schnüffelspiele ein. Was deinem Hund am meisten Freude bereitet, findest du am besten durch gemeinsames Ausprobieren heraus. Dabei solltest du deine eigenen Vorlieben vorerst hinten anstellen.

Besonders Hunde mit einem hohen Energielevel lieben ausdauernde und aktionsreiche Spiele. Können sie diesen dauerhaft nicht nachkommen, können sie im Laufe der Zeit Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Schon bei der Wahl eines Hundes solltest du deshalb berücksichtigen, wie viel Bewegung und Beschäftigung die jeweilige Rasse benötigt. Beantworte dafür auch unsere 8 Fragen zum eigenen Hund.

Durch Herumtoben und Spielen kann der Hund

  • seine körperlichen Fertigkeiten und Koordination verbessern,
  • Grenzen austesten,
  • Aggressionen abbauen,
  • seine soziale Bindung zu Artgenossen und dem Menschen stärken
  • spielerisch lernen.

Regelmäßige gemeinsame Spieleinheiten mit oder ohne Hundespielzeug stärken außerdem die Bindung zwischen dir und deinem Hund. Dabei kommt es nicht darauf an, deinen Vierbeiner ständig zu beschäftigen, sondern das richtige Gleichgewicht zwischen Aktivität, geistiger Herausforderung und ausreichenden Ruhephasen zu finden.

Welpe spielt mit Plüschtier

Woran erkenne ich, dass mein Hund unterfordert oder gelangweilt ist?

Ein unterforderter Hund kann durch Unruhe, übermäßiges Bellen oder das Zerkauen von Gegenständen auffallen. Langeweile und Unterforderung führen bei Hunden auf lange Sicht zu Stress. Folgende Verhaltensweisen solltest du daher im Blick haben, die auf fehlende Beschäftigung oder andere unerfüllte Bedürfnisse des Hundes hindeuten:

  • Der Hund ist hyperaktiv, aufgedreht und hüpft herum
  • Er zerkaut Schuhe, Möbel oder andere Gegenstände
  • Er durchwühlt regelmäßig den Mülleimer
  • Er leckt auffällig häufig an bestimmten Körperstellen
  • Er bellt ungewöhnlich viel
  • Er zeigt gereiztes bis aggressives Verhalten
  • Oder er wirkt ungewöhnlich träge und teilnahmslos

Zeigt dein Hund solche Verhaltensweise, ist er womöglich unterfordert und gestresst und sucht daher nach einem Auslassventil. Hier lohnt sich, seinen Alltag genauer unter die Lupe zu nehmen. Liegt trotz vielseitiger Beschäftigung ein auffälliges Verhalten vor, liegen die Ursachen woanders und sollten mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

Welche Spiele bringen mehr Abwechslung in den Hundealltag?

Mit folgenden Tipps kannst du den Hundealltag interessanter und abwechslungsreicher gestalten, um deinem Hund sowohl körperliche, als auch geistige Anreize zu schaffen – ohne täglich ein neues Hundespielzeug kaufen zu müssen:

Agility: Hund springt durch einen Reifen
  • Neue Tricks lernen: Neue Tricks fordern die Konzentration des Hundes und stärken die Bindung zum Menschen.
  • Spaziergänge abwechslungsreich gestalten: Schwimmengehen, Trainings- oder Spieleinheiten einbauen, Apportieren beibringen, Futter im Wald verstecken und suchen lassen.
  • Versteckspiele an Regentagen: Versteckspiele sind an Regentagen eine tolle Abwechslung für drinnen. Verstecke entweder dich selbst oder lass deinen Hund sein Lieblingsspielzeug suchen.
  • Schnüffel- und Futterspiele: Schnüffelteppiche, Futterspielzeuge und kleine Suchaufgaben beschäftigen die Nase und das Köpfchen deines Hundes und sind ideal, wenn dein Hund für eine gewisse Zeit allein bleiben soll.
  • Agility: Für energiegeladene und bewegungsfreudige Hunde ist Agility und Hindernislaufen eine erstklassige körperliche und geistige Beschäftigung.

Ist Agility für jeden Hund geeignet?

Agility ist ein beliebter Hundesport, bei dem Hund unter Anleitung des Menschen einen Hindernisparcours aus Hürden, Slalom, Tunnel, Wippe, Steg und A-Wand durchläuft. Da es sich um einen Sport mit vielen Sprüngen handelt, ist er allerdings nicht für jeden Hund gleich gut geeignet.

Der Sport fördert die Fitness, Koordination und Konzentration des Hundes und beflügelt die Teambildung von Mensch und Hund. Viele Hunde finden große Freude an Agility, da sie gemeinsam mit ihrem Menschen diese „Aufgabe“ meistern.

Chihuahua rennt durch einen Agility Tunnel

Allerdings eignet sich Agility nicht für jeden Hund. Viele Sprünge und abrupte Wendungen können die Gelenke stark belasten. Ob dein Hund die körperlichen Voraussetzungen für den Sport mitbringt. Solltest du vorab tierärztlich abklären lassen.

Merke!

Welpen und Junghunde sollten nicht vor Vollendung des 12. bzw. 15. Lebensmonats mit dem Springen über Hürden beginnen, da ihr Bewegungsapparat noch nicht voll ausgereift ist. Wann dein Hund mit dem Sport beginnen darf, hängt von seiner Größe, seinem Gewicht und seiner körperlichen Entwicklung ab. Gerade bei großen und schweren Hunderassen kann die Wachstumsphase länger dauern.

Ältere Hunde wie auch Hunderassen mit kurzen Nasen und Atemproblemen sollten von Agility eher Abstand nehmen.

Wie kann ich meinen Hund geistig auslasten?

Mit Schnüffelspielen, Intelligenzspielzeugen, Suchaufgaben, Tricktraining und Futterspielzeugen kannst du deinen Hund geistig beschäftigen. Solche Aufgaben fördern seine Konzentration und geben ihm die Möglichkeit, seine natürlichen Fähigkeiten einzusetzen.

Auf der einen Seite der Waage der Hundegesundheit liegt die körperliche Fitness des Hundes, auf der anderen die geistige Auslastung. Um einen ausgeglichenen und zufriedenen Hund zu haben, solltest du von beidem das richtige Maß finden. Vor allem aktive Arbeitshunderassen wurden ursprünglich für bestimmte Aufgaben gezüchtet. Können sie diesen nicht in irgendeiner Form nachgehen, entsteht schnell Frustration. Aber auch gemütlichere Hunde freuen sich über Aufgaben, bei denen sie ihre Nase und ihr Köpfchen einsetzen dürfen.

Eine gute geistige Auslastung schaffen gemeinsame Beschäftigungen wie Agility, Dogdancing, Tricktraining, Distanzarbeit oder Mantrailing. Dabei muss dein Hund konzentriert auf deine Signale achten und lernen, neue Aufgaben zu lösen.

Auch Clickertraining eignet sich hervorragend, um deinem Hund spielerisch neue Tricks beizubringen. In der Wohnung gelingt das Training häufig besonders gut, da weniger Außenreize für Ablenkung sorgen.

Wie lange kann ich meinen Hund mit Kopfarbeit beschäftigen?

Bei Kopfarbeit und Beschäftigungen zur geistigen Auslastung gilt: Lieber mehrere, kurze Einheiten als zu lange und anstrengende Trainingseinheiten. Kopfarbeit ist anstrengend und fordernd und nicht alle Hunde haben dieselbe Aufmerksamkeitsspanne. Als grobe Orientierung kann man bei Anfängern 20 Minuten an mehreren Tagen in der Woche ansetzen. Mache zwischen den Übungen immer wieder Pausen, um den Hund nicht zu überfordern, was wie Unterforderung ebenfalls zu Frustration führen kann.

Welches Hundespielzeug eignet sich zur geistigen Auslastung?

Hund mit Schleckmatte

Zur geistigen Auslastung des Hundes eignen sich Intelligenzspielzeuge, Schnüffelspiele mit Schnüffelteppichen, Schleckmatten oder befüllbare Futterbeutel zum Apportieren. Insbesondere Schnüffelteppiche und Schleckmatten eignen sich zur Beschäftigung, wenn der Hund für gewisse Zeit allein bleiben soll.

In einen Schnüffelteppich versteckst du kleine Leckerlis zwischen den Stoffstreifen, die der Hund dann schnüffelnd suchen und finden muss. Alternativ kannst du auch Leckerlis in der Wohnung verteilen und den Hund auf die Suche schicken. Auch Schleckmatten eignen sich hervorragend als ruhige Beschäftigung, um den Hund eine gewisse Zeit mit kleinen Portionen, glatt gestrichenem Futter zu beschäftigen.


Eine weitere Möglichkeit ist ein mit Futter befüllbarer Apportierbeutel. Hierbei kannst du Sucharbeit und Apportieren miteinander verbinden: Dein Hund sucht den Beutel, nimmt ihn auf und bringt ihn zu dir zurück. Erst wenn er ihn abgegeben hat, erhält er daraus ein Leckerli. Futter zu apportieren ist für Hunde nicht nur attraktiv, sondern stärkt auch den Geruchssinn, die Mensch-Hund-Beziehung wie auch das Selbstbewusstsein unsicherer Hunde.

Vorsicht bei Hitze und Schnüffelarbeit!

Bei einem Schnüffelspiel schnüffelt der Hund bis zu 300 x in der Minute. Bei Hitze kann die Schleimhaut trocken werden und der (untrainierte) Hund kollabieren. Hunde hecheln, um ihre Körpertemperatur zu regeln, was bei der Schnüffelarbeit nicht möglich ist. Also bei Hitze lieber eine andere Art der Beschäftigung suchen.

Welches Hundespielzeug passt zu welchem Hund?

Das passende Hundespielzeug hängt vor allem von der Größe, dem Alter, dem Spielverhalten und dem Kaubedürfnis deines Hundes ab. Ein großer, kräftiger Hund benötigt andere Spielzeuge als ein kleiner Welpe oder ein älterer Hund mit empfindlichen Zähnen.

1. Alter und Größe des Hundes

Die Größe des Spielzeuges muss auf die Größe des Hundes passen. Denn die Gefahr, dass ein großer Hund einen zu kleinen Ball verschluckt, ist zu groß – hohe Tierarztkosten oder der Verlust des Hundes sind die Folge. Andersherum sollte das Spielzeug für den kleinen Hund nicht zu groß ausfallen, dass er es nicht greifen kann, wodurch er entweder die Lust am Spiel verliert oder sich am Kiefer verletzt.

Für Welpen eignen sich weiches, aber robustes Spielzeug. Es muss robust genug sein, dass es durch die spitzen Milchzähne nicht schnell zerrissen wird und dann eventuelle Kleinteile verschluckt werden. Gleichzeitig darf ein Welpenspielzeug nicht zu hart sein, da sich die Junghunde sonst daran verletzen können. Ihre Körper sind noch labil und nicht so widerstandsfähig. Welpen haben besonders im Zahnwechsel ein ausgeprägtes Kaubedürfnis und benötigen daher nachgiebige Kauspielzeuge.

Alte Hunde haben oftmals mit Zahnproblemen zu kämpfen und benötigen daher eher weiche, leicht zu greifende Hundespielzeuge. Ist das Spielzeug zu hart, kann das dem Hund an Zahn und Zahnfleisch Schmerzen bereiten, wenn die Zähne ohnehin schon locker sitzen. Das Material sollte daher immer etwas nachgeben, damit der Hund auf seine alten Tage noch Freude an seinem Spielzeug hat. Für ältere Hunde eignen sich dann auch Kuscheltiere, mit denen sie aber wegen der Gefahr des Zerstören und Verschluckens von Kleinteilen nur unter Aufsicht spielen sollten.

Beim Herumtoben mit Hund und Hundespielzeug gilt generell: Große, schwere und alte Hunde sollten nur wenig Wendemanöver, Stopps und Sprünge machen, um ihre Gelenke zu schonen. Für solche Hunde bietet sich eher ein langer Sprint an. Selbiges gilt für Welpen, deren Knochen noch nicht ausgereift sind.

2. Art des Hundespielzeugs

Hundespielzeug gibt es in zahlreichen Formen und Materialien. Je nachdem, ob dein Hund gerne apportiert, kaut, zerrt, kuschelt oder seine Nase einsetzt, kommen unterschiedliche Spielzeuge infrage.

Der Klassiker: der Hundespielball

Ein Hundeball sollte zur Größe des Hundemauls passen, aus einem geeigneten Material bestehen und beim Zubeißen möglichst etwas nachgeben.

Hunde lieben es, einem fliegenden oder springenden Ball hinterher zu jagen und ihn anschließend stolz zurückzubringen. Der Ball eignet sich auch sehr gut zum Apportieren, sofern er die richtige Größe für die Hundeschnauze hat.

Er darf vom Hund nicht verschluckt werden!

Hundeball mit Wurfarm

Tennisbälle sind für Hunde aufgrund sowohl ihrer Größe als auch ihres Filzmaterials ungeeignet: Ihr Filzüberzug kann durch anhaftende Schmutzpartikel wie Schleifpapier auf die Zähne wirken und den Zahnschmelz abnutzen.

Für Hunde geeignete Spielbälle gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Klassische Hundebälle aus Naturgummi
  • Bälle mit Tau zum Greifen und Zerren
  • Bälle mit Noppen zur Zahnreinigung
  • Bälle mit Wurfarm für größere Wurfweiten

Das beliebte Quietschspielzeug: Ist quietschendes Spielzeug für jeden Hund geeignet?

Hund spielt mit Quietschspielzeug

Quietschspielzeug kann manche Hunde zum Spielen motivieren, während es andere stark aufregt oder überfordert. Ob es für deinen Hund geeignet ist, hängt deshalb vor allem von seinem Temperament und seinem Verhalten beim Spielen ab.

Der Hund beißt zu und das Spielzeug gibt ein lautes Quietschen von sich. Das laute Quietschgeräusch soll das Schreien eines Beutetieres nachahmen, was den Beutetrieb des Hundes ansprechen soll. Auch kann man das Quietschen mit dem Notstoppsignal eines Artgenossen vergleichen, wenn ihm das Spiel zu heftig wird.

Die Expertenmeinungen gehen bei der Frage auseinander, ob ein Quietschspielzeug den Hund dieses Notstoppsignal übergehen lässt. Ob quietschendes Spielzeug die Beißhemmung des Hundes herabsetzt, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, wie dein Hund darauf reagiert.

Manche Hunde steigern sich durch das Quietschen stark in das Spiel hinein, werden immer aufgeregter, bis sie nicht mehr ansprechbar sind. Es kann bei einigen Hunden auch die Gefahr bestehen, dass sie bei sonstigen quietschenden Geräuschen, wie das freudige Quietschen eines Kindes, getriggert und zum Zubeißen animiert werden. Bei solchen Hunden solltest du Quietschspielzeuge nur sehr zurückhaltend einsetzen oder ganz darauf verzichten.

Andere Hunde, die sich normalerweise nur schwer zum Spielen motivieren lassen, werden durch das Geräusch neugierig und lassen sich eher zu einer gemeinsamen Spieleinheit animieren.

Der Gebrauch von quietschendem Hundespielzeug ist also differenziert zu betrachten und individuell zu entscheiden, ob ein quietschendes Hundespielzeug das richtige für den eigenen Hund ist.

Quietschspielzeug für Hunde gibt es aus unterschiedlichen Materialien wie Stoff, Gummi oder Latex, wobei man vom weichen Latex eher absehen sollte – der Hund hat Latexspielzeuge rasch zerbissen und das Quietschie schnell einmal verschluckt.

Zum Trainieren der Impulskontrolle: Zerrspielzeuge für Hunde

Zerrspiele können die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken, körperlich auslasten und die Impulskontrolle trainieren. Wichtig ist, dass das Spiel kontrolliert abläuft und dein Hund gelernt hat, das Spielzeug auf ein Signal hin loszulassen.

Das Zerrspiel ist eine Form des Beutespiels, wobei das Zerrspielzeug die Beute darstellt, um die Mensch und Hund spielerisch kämpfen. Mit gewissen Grundregeln kann das Zerrspiel eine tolle Art des gegenseitigen Kräftemessens, der körperlichen und geistigen Auslastung des Hundes und des Trainierens der Impulskontrolle sein.

Zerrspielzeug für Hunde

Voraussetzung für das Zerrspiel mit Hund ist eine stimmige Erziehungsbasis und das Beherrschen des Grundkommandos „Aus“. Ist die Basis bröckelig, kann sich der Hund im Kampf um die Beute in ein unkontrollierbares Erregungslevel befördern. Dann ist er nicht nur nicht mehr ansprechbar, sondern kann zudem ein respektloses Verhalten entwickeln, das dem Menschen die Kontrolle über die Situation abspricht.

Stimmt die Erziehungsbasis hingegen, kann das Zerrspiel ein erstklassiges, spielerisches Training für kritische Alltagssituationen sein, wenn man dann den Trieb des Hundes kontrollieren und regeln kann. Weiterhin kann man das Beutespiel als Belohnung einsetzen und somit Hundeleckerlis einsparen.

Bei Junghunden sollte man von Zerrspielzeugen absehen, da diese weder in ihrer körperlichen Entwicklung noch in der Beziehung und Erziehung ausreichend gefestigt sind.

Als Zerrspielzeuge für Hunde eignen sich:

  • Tauspielzeuge aus Baumwolle
  • robuste Apportierbeutel aus Nylon für leichte Zerrspiele
  • Zerrspielzeuge aus Leder für wildes Zerren
Pudel mit Plüschelch in der Schnauze

Kuscheltiere für Hunde: Braucht mein Hund ein Plüschtier?

Kuscheltiere können Hunden Geborgenheit vermitteln, als vertrauter Begleiter dienen und zum sanften Spielen oder Apportieren verwendet werden.

Auch Hunde brauchen etwas zum Anlehnen. Vor allem Junghunde, die frisch von ihrer Mama getrennt wurden, oder Hunde auf dem Weg zum Tierarzt brauchen etwas seelische Unterstützung. Viele Hunde haben ein Lieblingsplüschtier, das sie gerne bei sich haben, mit dem sie gerne kuscheln oder es abschlecken. Auch zum Apportieren können Plüschspielzeuge eingesetzt werden. Kuscheltiere für Hunde gibt es dabei in vielen Farben, Formen und Größen. Soll das Spielzeug zum Apportieren verwendet werden, ist eine längliche, schlanke Ausführung besser, die zur Maulgröße des Hundes passt. Soll das Plüschtier zum Schmusen verwendet werden, kann es gerne größer ausfallen.

Worauf sollte ich bei Kuscheltieren für Hunde achten?

Plüschtiere für Hunde sollten hochwertig verarbeitet sein, Nasen und Augen sollten genäht oder gestickt sein, um ein Absplittern und Verschlucken von Kleinteilen zu verhindern. Ebenfalls ist das Füllmaterial entscheidend, denn Füllwatte von Kinder-Plüschtieren schadet den Zähnen des Hundes. Das Kuscheltier sollte speziell für Hunde konzipiert sein.

Einige Kuscheltiere enthalten zusätzlich einen Quietschie. Da Plüschtiere allerdings schnell zerbissen und damit das Quietschie schnell verschluckt werden kann, sollten Hunde niemals unbeaufsichtigt mit ihrem Kuscheltier spielen.

Plüschtier für Hunde

Kauspielzeuge für Hunde

Hund kaut an orange-cremefarbenem Seilspielzeug

Gutes Kauspielzeug ist robust, ausreichend groß, schadstoffarm und so nachgiebig, dass es die Zähne deines Hundes nicht beschädigt. Besonders geeignet sind hochwertige Kauspielzeuge aus Naturgummi oder anderen speziell für Hunde entwickelten Materialien.

Hunde haben ein großes Kaubedürfnis, wirkt es doch beruhigend auf den Hund. Kann er seinem Kaubedürfnis allerdings nicht nachgehen, wird er sich etwas zum Zerkauen suchen, wie Möbel oder Schuhe. Weiterhin wirkt sich das Kauen positiv auf die Zahngesundheit des Hundes aus. Durch das Kauen wird die Kaumuskulatur erhalten und je nach Oberfläche der Zahn von Plaque gereinigt. Auch Junghunde im Zahnwechsel haben ein gesteigertes Kaubedürfnis, um sich damit Schmerzlinderung zu verschaffen.

Neben geeigneten fressbaren Kauartikeln kannst du deinem Hund Kauspielzeuge aus Naturgummi oder Hartgummi oder ein Tau-Spielzeug anbieten. Kauspielzeug sollte robust und langlebig und selbstverständlich schadstofffrei sein.

Damit der Hund nicht das komplette Spielzeug verschluckt, sollte es mindestens 10 % größer als das geöffnete Maul sein. Um Kieferverletzungen zu verhindern, sind Kauspielzeuge für Hunde immer etwas nachgiebig, wobei Kauspielzeuge für Welpen noch weicher ausfallen.

HundespielzeugGeeignet fürWorauf solltest du achten?
HundeballApportieren, Bewegung, gemeinsames SpielenRichtige Größe wählen, um Verschluckungsgefahr vermeiden

Quietschspielzeug
Spielmotivation, ApportierenErregungsniveau beobachten, Quietscher darf nicht herausgelöst werden

Zerrspielzeug
Impulskontrolle, gegenseitiges KräftemessenStabile Verarbeitung, Grundkommando „Aus“ sollte sitzen

Kuscheltier
Apportieren, Kuscheln, SeelentrösterKeine verschluckbaren Kleinteile, regelmäßig auf Schäden prüfen

Kauspielzeug
Kaubedürfnisses stillen, Entspannung, Zahnreinigung, Schmerzlinderung im ZahnwechselNicht zu hart, ausreichend groß, keine abbrechenden Teile

Schnüffelspiele
Geistige Auslastung, Stärkung des Geruchssinns, KonzentrationNicht bei Hitze durchführen, um einen Hitzekollabs zu vermeiden
IntelligenzspielzeugGeistige Auslastung, Lösungsstrategie fördern, KonzentrationAufgaben kleinschrittig aufbauen, um Frustration zu vermeiden

Darf ich den Hund mit einem Spielzeug allein lassen?

Nicht jedes Hundespielzeug eignet sich für die unbeaufsichtigte Beschäftigung. Besonders Plüschtiere, Quietschspielzeuge, Seile und Spielzeuge mit kleinen oder leicht lösbaren Bestandteilen können gefährlich werden, wenn dein Hund sie zerbeißt. Und sollten deshalb außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahrt werden

Bleibt dein Hund allein zuhause zurück, eignen sich robuste Kauspielzeuge aus Hartgummi, Schnüffelspiele und Futterspielzeuge besser, die nicht zerfetzt werden oder absplittern können.

3. Material des Hundespielzeugs:


Für Hundespielzeug eignen sich vor allem robuste, gut verarbeitete und für Hunde geeignete Materialien wie Naturgummi, Baumwolle, bestimmte Kunststoffe und Leder. Welches Material die beste Wahl ist, hängt davon ab, ob dein Hund das Spielzeug zum Kauen, Apportieren, Zerren oder Kuscheln verwendet.

Selbstverständlich nehmen Hunde das Spielzeug ins Maul, kauen darauf herum, zerren daran oder schleudern es sich um die Ohren. Damit das Spielzeug einiges aushält, ist es dringend zu empfehlen, dass es als Hundespielzeug ausgeschrieben ist. Beispielsweise kann der Filzüberzug von Tennisbällen den Zahnschmelz des Hundes angreifen und abschleifen, oder andere, nicht für den Mund vorgesehene Spielzeuge können mit gesundheitsschädigenden Lacken oder anderen Farben überzogen oder mit Weichmachern durchsetzt sein.

Naturgummi beziehungsweise Naturkautschuk ist ein beliebtes Material für Hundebälle und Kauspielzeuge. Dieser ist hochwertig, weitestgehend bissfest, elastisch und frei von Schadstoffen. Der Hund kann Spielzeuge aus Naturkautschuk unbedenklich ins Maul nehmen und darauf herumkauen.

Bei Hundespielzeug aus Kunststoff muss man aufpassen, dass dieser nicht spröde wird und splittert. Ansonsten ist Kunststoff sehr biegsam, nachgiebig und leicht. Er wird unter anderem für Wurf-Frisbees verwendet.

Hundeball aus Naturgummi

Reine Baumwolle kommt sowohl in Kuscheltieren als auch Ziehspielzeugen gerne zum Einsatz. Sie ist nachgiebig, kann aber als Tau verknotet auch einiges aushalten. Weichere Stoffe hingegen sind dann eher zum Kuscheln oder Apportieren geeignet. Mit diesen sollte der Hund nicht allein gelassen werden, um rechtzeitig einschreiten zu können, sollte er das Spielzeug in Kleinteile verwandeln.

Ein ebenfalls empfehlenswertes Material für Hundespielzeug ist Leder. Es ist ein Naturmaterial, das, sofern es natürlich gegerbt wurde, für den Hund völlig unbedenklich ist. Es ist zudem besonders robust und bissfest und damit zum Zerren, Kauen und für zahnende Welpen gut geeignet.

Woran erkenne ich nun sicheres Hundespielzeug?

Sicheres Hundespielzeug sollte zur Größe und Beißkraft deines Hundes passen, sorgfältig verarbeitet sein und keine leicht verschluckbaren Kleinteile enthalten.

Achte besonders auf folgende Eigenschaften:

  • Das Spielzeug ist groß genug, um nicht vollständig verschluckt zu werden.
  • Es besitzt keine scharfen Kanten oder hervorstehende, gefährliche Bestandteile.
  • Das Material ist für Hunde geeignet und möglichst schadstoffarm.
  • Es ist weder so hart, dass es die Zähne beschädigen könnte, noch so weich, dass dein Hund sofort große Stücke herausbeißt.
  • Nähte, Knoten und Verbindungen sind stabil verarbeitet.
  • Das Spielzeug lässt sich reinigen und regelmäßig auf Beschädigungen kontrollieren.